Psychiatrische Notfallstation

Meine Sommerferien 2017 waren geprägt von beängistigenden Symptomen und panikattackenähnlichen Zuständen (d.h. ich hatte zwar Panikattacken, wusste es aber nicht, sondern dachte, mit meinem Herzen stimme etwas nicht). Mein nächster Schritt führte mich zum Kardiologen. Er machte einen Herzultraschall und ich trug ein 24h-EKG. Ergebnis: Ich habe ein vollkommen gesundes Herz und kann ohne Angst weiterleben.

Leider half mir dieses Wissen überhaupt nicht weiter. Meine Symptome wurden sogar eher schlimmer. Meine Familie und ich waren gerade dabei, ein Haus umzubauen, das wir gekauft hatten. Das war natürlich mit einer Menge Arbeit verbunden: Wir mussten Bodenplatten auswählen, die ganze Küche aussuchen, ständig irgendwo hinfahren und uns überlegen, wie unser Bad/Wohnzimmer/Flur später aussehen soll… Kurzum: Ich war total überfordert. Statt mich in den Ferien zu erholen, hatte ich mehr Stress, als wenn ich gearbeitet hätte. Überall musste ich mich wegen schlimmen Symptomen (Herzstolpern, Extraschlägen) plötzlich hinlegen. Sogar mitten auf der Baustelle im Haus ist mir das mal passiert. Ich war verzweifelt und verstand einfach nicht, was mit mir los ist.

Da ich schon seit vielen Jahren in einer Psychotherapie war, hoffte ich, dass mir meine Psychiaterin auch aus dieser Krise würde heraushelfen können. Also sass ich irgendwann im Sommer verzweifelt in ihrem Büro und schilderte ihr meine Probleme. Sie meinte, wahrscheinlich hätten meine Symptome und Ängste den Ursprung in der Kleinkinderzeit, also in einer Phase, in der ich noch nicht sprechen konnte. Da regte sich in mir grosser Widerstand. Seit 10 Jahren war ich nun bei ihr in der Psychoanalyse, hatte jeden Aspekt meiner Kindheit mehrmals, ja tausendmal durchgekaut und zerlegt – und nun sollte ich auch noch Aspekte aus meiner Kleinkinderzeit analysieren? Nein, das konnte einfach nicht der Weg sein! Das durfte nicht sein! Darauf hatte ich nun wirklich keinen Bock! Als die Stunde zu Ende war, bekam ich prompt Symptome und musste Beruhigungsmittel nehmen.

Da die Sommerferien inzwischen schon weit fortgeschritten waren, kümmerte ich mich um die Vorbereitungen fürs neue Schuljahr. Ich fühlte mich sehr gestresst und stellte es mir ziemlich schwierig vor, in meinem Zustand nun auch noch zu unterrichten. Aber ich bildete mir ein, keine andere Wahl zu haben und dachte, das gehe dann „schon irgendwie“.

Bevor das Schuljahr wieder anfing, wollte ich noch einen weiteren Termin bei meiner Psychiaterin wahrnehmen. Also stieg ich ins Auto und fuhr los. Zuvor hatte ich – für alle Fälle – Beruhigungsmittel in der Zwischenablage des Autos platziert. Mitten auf der Autobahn geschah es dann: Ich merkte, dass Angst in mir aufstieg. Mein Herz fing an, schneller zu schlagen, ich bekam Schweissausbrüche. Dann kamen die Extraschläge dazu. Diese machten mir solche Angst, dass das Herz noch schneller zu schlagen begann und die Extraschläge noch zahlreicher wurden. Schnell warf ich eine Beruhigungstablette ein, aber natürlich dauert es eine Weile, bis diese wirkt. Also versuchte ich, möglichst ohne die Kontrolle über das Auto zu verlieren, die nächste Raststätte anzufahren. Glücklicherweise gelang mir dies auch. Ich hielt sofort an und legte mich im Auto hin. Mein Herz beruhigte sich überhaupt nicht, auch nicht meine Psyche. Ich hatte die schlimmste Panikattacke meines Lebens. Ich war wirklich überzeugt, nun an dieser Raststätte auf der Stelle zu sterben. Ich rief meine Psychiaterin an, die mich ja erwartete. Sie versuchte mir durchs Telefon Atemtechniken zu vermitteln. Funktionierte nicht, keine Chance. Ich war voll drin, konnte mich nicht darauf einlassen. Schliesslich rief ich meinen Mann an, er solle mich abholen. Die Zeit, bis er bei mir war, fühlte sich an wie Stunden. Immer wieder wurde ich von neuen Wellen der Angst überrollt.

Als dann mein Mann endlich kam, war ich zwar etwas erleichtert, hatte aber immer noch Angst. Wir riefen nochmals meine Psychiaterin an. Sie meinte, sie melde mich bei der Notfallstation der Kantonalen Psychiatrie an, wir sollten gleich dahin fahren. Ich nahm nochmals eine Beruhigungstablette. Dann fuhr mein Mann los. Inzwischen hatte ich mich beruhigt – die Medikamente zeigten Gott sei Dank ihre Wirkung.

Auf der Psychiatrischen Notfallstation empfingen mich sehr nette Menschen. Zunächst kam eine Pflegerin, später führte eine Psychiaterin kurz ein Gespräch mit mir. Sie meinte: „Oje, wieder eine gestresste Mutter“. Sie glaubte, ich müsse mich einfach ein paar Tage erholen, dann gehe es mir wieder besser. Da es schon Abend war, konnten sie mir nur einen Platz auf der geschlossenen Psychiatrie anbieten. Mir war alles Recht, ich wollte nur, dass mir endlich geholfen wird. Also landete ich in der geschlossenen Psychiatrie. Ich kam in ein 2-Bett-Zimmer und erhielt einige Kleidung (es war schon Abend und ich hatte natürlich nichts dabei). Auch zu essen bekam ich noch etwas. Dann war sehr bald schlafen angesagt, was gut war, denn so musste ich nicht darüber nachdenken, was gerade passiert war.

Ich verbrachte insgesamt drei Tage in der geschlossenen Abteilung der Psychiatrie. Zusammenfassend kann ich es nur als Hölle auf Erden beschreiben. Ich würde nie, wirklich nie mehr, freiwillig dort eine Nacht verbringen. Die ganze Atmosphäre war ein Grauen. Nachts kamen oft Notfälle rein, die rumschrien, dass sie sterben wollen und man sie nicht liesse. Tagsüber sah ich Menschen in Zuständen, wie ich sie noch nie zuvor gesehen hatte. Mein Mitgefühl war grenzenlos. Statt dass mir geholfen wurde, machte es mich traurig, Menschen so zu sehen. Der Umgang des Pflegepersonals war überhaupt nicht wertschätzend, geschweige denn liebevoll. Eigentlich wurde einfach jede/r sich selbst überlassen. Dadurch, dass man kein Fenster öffnen konnte und nur mit ausdrücklicher Erlaubnis das Gebäude verlassen durfte, glaubten sie wohl, sei ja das wichtigste garantiert: Das Überleben. Mehr aber auch nicht. Innerhalb von drei Tagen bekam ich eine depressive Verstimmung. Ich wollte nur noch da raus! Mein Mann schaffte es schliesslich, dass ich sofort gehen konnte.

Zuhause musste er mich zuerst wieder aufpäppeln, so fertig war ich von der Erfahrung, die ich gerade gemacht hatte. Wir hatten mit der Psychiatrischen Klinik besprochen, dass ich am Montag auf der offenen Abteilung eintreten könne. Ich freute mich nicht gerade darauf und wusste nicht, ob das das Richtige für mich war. V.a. zerriss es mir fast das Herz beim Gedanken, die ganze Woche von meiner Familie getrennt zu sein. Weil ich aber unbedingt Hilfe bekommen wollte, trat ich am Montag dann wirklich ein. Den ersten Schock hatte ich gleich zu Beginn: Ich war in einem 3-Bett-Zimmer untergebracht. Im einen Bett schlief sogar noch eine Frau, obwohl es bereits später Vormittag war. Ich wunderte mich, warum sich niemand um die Frau kümmerte.

Mein Eintrittsgespräch führte ich mit einer sehr netten Psychologin. Sie spürte meine Zweifel und meinte, ich solle mir alles ein paar Stunden anschauen und fühlen, ob es das richtige für mich sei oder ob ich nicht lieber eine ambulante Therapie machen wolle, dass ich bei meinen Kindern sein könne.

Während der Stunden, die ich in der Psychiatrie verbrachte, wurde mir sehr schnell klar, dass ich nicht dort bleiben wollte. Mit einer Liste von mehreren ambulanten Psychiatern im Sack, machte ich mich wieder auf den Weg nach Hause. Ich fand auch bald einen Psychiater, den ich von da an wöchentlich besuchte. Meine „alte“ Psychiaterin war für eine Therapie gegen meine Angst nicht geeignet, da war ich in einer Verhaltenstherapie besser aufgehoben.

Wie mein Weg aus der Angst weiterging, möchte ich euch gerne das nächste Mal erzählen. Bis dahin würde ich mich freuen, wenn ihr mir von euren eigenen Erfahrungen in einer Klinik berichtet oder auch einfach über einen Like! 🙂

 

Wie alles begann…

Heute möchte ich euch meine Angstgeschichte erzählen.

Die Angststörung die ich jetzt habe, begann vor etwa einem Jahr. Davor hatte ich allerdings schon mit diversen anderen psychischen Problemen zu kämpfen. Nach der Geburt meiner grösseren Tochter 2012 fiel ich in eine postpartale Depression. Das erste Mal erlebte ich ein Gefühl der völligen Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung. Da ich zu der Zeit in einer Psychoanalyse war, konnte die ich zum Glück sehr früh behandelt werden. Der Weg da raus verlief trotzdem nicht linear. Ich vertrug das Antidepressivum, das ich einnahm, überhaupt nicht. Da ich es aber immer weiter einnahm und die körperlichen Schwierigkeiten auf die Nebenwirkungen schob, die „sicher bald vorbeigehen würden“, ging es mir körperlich immer schlechter. Der Höhepunkt war eine schwere Darmentzündung, dank der ich wochenlang Antibiotika schlucken durfte. Übrig blieb ein hartnäckiger Durchfall, dank dem ich schliesslich im Krankenhaus landete und verschiedenste Untersuchungen über mich ergehen lassen musste. Heraus kam nichts. Da ich auch noch Unterleibsschmerzen rechts hatte, nahmen mir die Chirurgen den Blinddarm raus und schickten mich wieder nach Hause. Keiner kam auf die Idee, ich könnte dieses Antidepressivum nicht vertragen. Nur ich schnallte es glücklicherweise irgendwann und setzte es ab. Da war meine Tochter etwa 10 Monate alt und es ging mir wesentlich besser.

Einige Monate lang war ich psychisch stabil. Dann wurde mein Vater immer kranker. Er litt schon seit längerem an COPD – einer schweren Lungenkrankheit – und musste rund um die Uhr Sauerstoff haben. Sein Leiden wurde fast unerträglich und er sprach immer wieder davon, sich das Leben nehmen zu wollen (mit Hilfe von Exit). Das war für mich eine grauenhafte Vorstellung. Sich auszumalen, dass er bald ein Datum festsetzt, an dem er von dieser Erde gehen möchte… Unvorstellbar! Der andere Ausweg war der einer Lungentransplantation. Genau zwei Tage vor seinem 65. Geburtstag erhielt mein Vater dann tatsächlich den Bescheid, man habe eine Lunge für ihn gefunden und könne ihn sofort transplantieren. Meine Mutter und ich (ich bin ein Einzelkind), zitterten und litten während der Operation Todesängste. Zum Glück ging alles gut. Ich werde nie mehr vergessen, wie mein Vater aussah, als ich ihn das erste Mal nach der Operation auf der Intensivstation besucht habe: Er hatte sein Gebiss draussen, überall waren Schläuche… eigentlich sah er eher aus wie tot als lebendig. Dieses Bild hat sich für immer in meinem Gedächtnis festgebrannt. Ich setzte mich neben ihn, nahm seine Hand und ihm lief eine Träne die Wange herunter. Eine Emotion, die mein Vater normalerweise nie gezeigt hätte. Es schüttelte mich vom Heulen.

Das halbe Jahr nach der Lungentransplantation meines Vaters war das bisher schwierigste meines Lebens. Jeden Tag die Angst vor schlechten Nachrichten, das schlechte Gewissen, dass ich ihn nicht öfter besuchte (ich hatte eine sehr schwierige Beziehung zu meinem Vater). Ständig stritten Angst und Liebe in mir. Mal überwog das eine, mal das andere. Auf jeden Fall war ich psychisch schwer belastet. Ich hatte auch viele Ängste, meist diffuse, die ich nicht einordnen konnte. Die Angst überfiel mich einfach plötzlich irgendwo ohne Grund. Das war manchmal sehr schwer auszuhalten.

Im Juli 2014 schliesslich starb mein Vater an den Folgen der Lungentransplantation. Ich war sehr traurig, aber auch erleichtert. Nun, so dachte ich, könne alles wieder „normal“ funktionieren. Dabei unterschätzte ich die Kraft meiner Gefühle sehr. Ich hatte mir z.B. vorgenommen, die Trauer beim Arbeiten auszublenden und musste die Erfahrung machen, dass das nicht möglich war, ohne dass mich furchtbare Ängste plagten. Also entschied ich mich, meinen Klassen (ich bin Sekundarlehrerin) vom Tod meines Vaters zu erzählen. Da machte ich die wundervolle Erfahrung, wie befreiend Ehrlichkeit sein kann. Von da an ging es mir viel besser!

So ging mein Leben also weiter, und zwar gut! Klar war ich immer mal wieder traurig, aber das ist ja auch okay und darf ja sein. Mein Mann und ich entschieden uns in dieser Phase für ein zweites Kind. Während der Schwangerschaft ging es mir sehr gut und ich brachte im Oktober 2015 unser zweites Mädchen zur Welt. Auch die anschliessende Stillzeit konnte ich geniessen, ich war richtig glücklich! Nicht einmal der Schlafmangel belastete mich gross.

Das sollte sich jedoch bald einmal ändern, denn die schlaflosen Nächte gingen nicht vorbei, auch nicht nach mehreren Monaten. Nach vier Monaten ging ich wieder arbeiten und fühlte mich dabei ständig wie im Delirium, konnte kaum einen klaren Gedanken fassen und war eigentlich unfähig zum Unterrichten. Getan habe ich es leider trotzdem. Meine Erschöpfung nahm stetig zu. Auch die Ferien waren nicht erholsam, da mein kleines Mädchen teilweise stündlich weinte und etwas wollte. Manchmal mussten wir sie stundenlang in der Gegend herumtragen. Es war die Hölle! Und vor allem wurde es einfach nicht besser. Abstillen half nicht. Bei uns schlafen half nicht. Wir probierten sämtliche Tricks aus – ohne Erfolg. Ich litt unter extremen Ängsten, die immer völlig diffus blieben. Meine hypochondrischen Tendenzen nahmen wieder zu – ich glaubte ständig, irgendeine Krankheit zu haben und machte mich verrückt deswegen (Brustentzündung, Ohrenentzündung, Magendarmgrippe, …).

Unterdessen erhöhte sich mein Arbeitspensum wieder auf meine üblichen 50%. Da ich einen hohen Perfektionsanspruch habe, galt es, trotz des Schlafmangels möglichst guten Unterricht zu erteilen. Immer noch besser, noch mehr… Ich merkte nicht, dass ich eigentlich kürzer treten sollte. Zuhause wollte ich natürlich eine gute Mutter sein, unternahm viele Dinge mit meinen Kindern, kochte supertolle Menüs… es musste einfach alles „richtig“ sein, sonst fühlte ich mich wie eine Versagerin.

Also fing sie dann eben richtig an vor einem Jahr, die Sache mit der Angst. Mitten während des Unterrichts, ich wollte gerade Blätter austeilen, hatte ich unregelmässige Herzschläge und mir wurde schwindlig. Ich setzte mich sofort hin. Vor lauter Angst konnte ich mich aber nicht mehr beruhigen und liess mich von meiner Chefin zu meiner Hausärztin fahren, die sofort ein EKG machte und meinte, es sei völlig unauffällig, meinem Herzen gehe es gut. Dieser Vorfall ereignete sich letzten Frühling. Seither ist mein Leben leider kontinuierlich bachab gegangen.

Zunächst einmal nahmen die Symptome stetig zu und wurden schlimmer. Will heissen, dass ich diesen komischen Herzschlag häufiger verspürte, auch im Zusammenhang mit Extraschlägen und mit Schwindelgefühlen. Wenn ich ganz stark erschöpft war, schlug mein Herz nur noch mit Extraschlägen, d.h., es machte immer einen Herzschlag mehr als nötig. In solchen Fällen musste ich jeweils mitten in meiner Aktivität innehalten und mich sofort hinsetzen, bis sich das Herz wieder beruhigte. Solche Vorfälle gab es einige.

Der für mich schlimmste, der mir besonders heftig in Erinnerung geblieben ist, ereignete sich in den Sommerferien. Meine Mutter und ich wollten einen gemeinsamen Tag verbringen und fuhren zu zweit mit dem Zug nach Lugano durch den neuen Gotthardtunnel. In Lugano angekommen, wollten wir uns ein nettes Restaurant suchen und dort zu Mittag essen. Nur leider schaffte ich es nicht, diesen Weg (ca. 1km zu Fuss) zu bewältigen. Ständig hatte ich Extraherzschläge. Ich musste mich immer wieder setzen und heulte dabei vor Angst. Dennoch gelang es uns mit Müh und Not, mich in ein Restaurant zu bugsieren. Wir bestellten, sprachen über meinen Vater… da bekam ich plötzlich Herzrasen. Minutenlang sass ich da und hatte einen Puls von sicher 160. Alles ruhige Atmen und Warten, bis es vorbeigeht, half nicht. Ich musste dann zwei Beruhigungstabletten einnehmen, die nach einiger Zeit wirkten. Weil ich nicht mehr sitzen konnte, durfte ich mich im Restaurant hinten flach auf den Boden legen. Da lag ich, heulend und völlig verzweifelt. In der absoluten Überzeugung, nie mehr aufstehen zu können. Meine Mutter musste ein Taxi organisieren, das uns direkt zum Bahnhof fuhr. Auf dem Heimweg war ich glücklicherweise so beduselt von den Tabletten, dass ich keine Angst mehr hatte.

Ja, so begann meine Angsterkrankung. Das war erst der Anfang. Das nächste Mal möchte ich euch erzählen, wie es weiterging und wie es mir heute geht.

Ich freue mich immer, von euren Erfahrungen zu hören und vielleicht Menschen mit ähnlichen Geschichten kennenzulernen. Also lasst mir doch einen Kommentar da! 🙂

Hervorgehoben

Bloggen gegen die Sprachlosigkeit

Hallo alle. Seit einiger Zeit leide ich an einer Angststörung, die mein ganzes Leben beeinträchtigt. Ich bin hier, um darüber zu schreiben. Direkt und ungeschönt. Genau so ehrlich und brutal, wie die Krankheit selber sich äussert. Damit möchte ich allen, die an derselben oder an einer ähnlichen Erkrankung leiden, Mut machen. Mut, darüber zu sprechen, sich nicht zu verstecken, sich nicht zu schämen. Denn das Sich-Alleine-fühlen macht psychische Krankheiten stärker, nährt sie. Es ist Zeit für die Enttabuisierung dieser Themen. Statistiken habe ich keine zur Hand, aber ich weiss aus vielen Gesprächen, dass die meisten schon Probleme mit ihrer Psyche hatten. Seien es depressive Verstimmungen, Ängste, Psychosen, Panikattacken, schlimme Sorgengedanken oder Depressionen. Ich fände es wunderbar, wenn Betroffene sich hier austauschen  und sich vielleicht auch „Gesunde“ zu gewissen psychischen Schwierigkeiten bekennen würden. Lasst uns uns gemeinsam bestärken und Mut machen!